Klick Klick. Simulierte Bilder fluten auf Hochglanz, digital oder Ökopapier und zeigen uns scheinbar sichtbar berechnetes Unsichtbares und erklären es zur Wahrheit. Klick Klick. Auf YouTube baut Jeder an Jedem sein your cube und top ist, wer geklickt ist. Wir flyern für jede Wichtigkeit, auf Facebook twittern wir uns Freunde ansammelnd mit individualisierten Bildern zum Hallo!? Hallo! Ja, hier! Könnt Ihr mich sehen? Klick. Alles schreit nach Präsenz, nach dauerwahnhaft zeitloser Präsenz. Jeder vernetzt beschäftigt mit seiner Re-Präsentation und dann schauen die Bilder die Bilder an als permanente Wiederholung einer Präsenz, die in ihr zum Widerschein, wenn nicht gar zum trügerischen Schein wird. Und geprägt durch diese Bilder-Welt / dieses Welt-Bild spiegeln wir uns darin und erkennen das Abziehbild unseres Selbst. Das Bild jetzt als Kopie, als Simulation oder Doppelgänger unseres Seins? Was braucht ein Bild zum Sein, jetzt?  - steal the pixel

Längst haben wir in der Bilderwelt dank der heutigen Bildgenerierung von interpretierenden Computerprogrammen, den Raum des Sichtbaren verlassen, um in den Bereich des Unsichtbaren , aber nicht deshalb Metaphysischen, vorzustoßen. Wir produzieren aber paradoxerweise mehr Bilder des Seins als denn je, um uns sichtbare Weltbilder zu schaffen. In dieser überfüllten Präsenz der Bilder setzt steal the pixel die Abwesenheit, als Urbedingung des Bildes, und experimentiert in aktionistischen Versuchsanordnungen im digital-analogen-öffentlichen Raum zur Dekonstruktion des Bildes als Bild. steal the pixel lädt dabei alle Interessierten ein, mitzumachen um den Freiraum für neue Handlungsstrategien in Bezug auf die eigenen Bilderwelten zu entwickeln. Also, mitmachen!
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